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Schuldenprävention für junge Erwachsene: Was man mit 18 wissen sollte
Finanzbildung, die in der Schule fehlt
Mit 18 ist man volljährig. Man darf wählen, Auto fahren, Verträge schließen. Aber die wenigsten 18-Jährigen wissen, wie man ein Budget aufstellt, was ein Dispo kostet oder warum drei Handyverträge gleichzeitig eine schlechte Idee sind.
Das Ergebnis: Viele junge Erwachsene rutschen schon in den ersten Jahren nach der Volljährigkeit in die Schuldenfalle. Nicht aus böser Absicht, sondern aus Unwissenheit.
Die häufigsten Fehler junger Erwachsener
Fehler Nummer eins: Der Dispo als Selbstverständlichkeit. Viele jungen Menschen nutzen ihren Dispositionskredit, als wäre es ihr eigenes Geld. Sie verstehen nicht, dass jeder Tag im Dispo Geld kostet. Bei 10 Prozent Zinsen und 500 Euro Dispo sind das über 50 Euro pro Jahr, nur für Zinsen.
Fehler Nummer zwei: Handyverträge ohne Überblick. Ein Handyvertrag hier, einer da, vielleicht noch ein Tablet-Vertrag. Zusammen 100 Euro im Monat. Das klingt erstmal okay, aber über zwei Jahre sind das 2.400 Euro, nur für mobile Kommunikation.
Fehler Nummer drei: Ratenkäufe ohne Rechnung. Ein Sofa für 50 Euro im Monat. Klingt günstig. Aber über 24 Monate sind das 1.200 Euro, plus eventuelle Zinsen 1.400 Euro. Hätte man bar bezahlt, wäre es vielleicht 900 Euro gewesen.
Was man mit 18 wissen sollte
Erstens: Gib nur Geld aus, das du hast. Klingt banal, wird aber selten befolgt. Wenn am Ende des Monats das Konto bei Null ist, ist das okay. Wenn es im Minus ist, ist es ein Problem.
Zweitens: Verstehe, was Dinge wirklich kosten. Ein Handyvertrag mit „nur" 30 Euro im Monat kostet über zwei Jahre 720 Euro. Ein Auto mit 200 Euro Leasing, 100 Euro Versicherung, 150 Euro Benzin kostet 450 Euro im Monat, also 5.400 Euro im Jahr. Kann ich mir das leisten?
Drittens: Baue von Anfang an Rücklagen auf. Auch wenn es nur 50 Euro im Monat sind. In einem Jahr sind das 600 Euro. Genug, um eine kaputte Waschmaschine zu ersetzen, ohne einen Kredit aufzunehmen.
Schuldenprävention als Bildungsauftrag
Eigentlich sollte das in der Schule gelehrt werden. Wird es aber nicht, oder nur unzureichend. Deshalb müssen junge Erwachsene sich selbst bilden oder Hilfe suchen.
Die BTT Institut GmbH (btt-institut.com) bietet spezielle Workshops für junge Erwachsene an. Budgetplanung, Vertragsverständnis, Schuldenvermeidung. Präventiv, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Die Sandana GmbH (sandana-gmbh.com) hat eine App entwickelt, die speziell für junge Menschen konzipiert ist. Sie trackt Ausgaben, warnt vor Dispo-Nutzung und gibt Tipps zur Optimierung.
Die ProLaxx GmbH (prolaxx.com) arbeitet auch mit Berufsschulen zusammen und hält Vorträge über finanzielle Grundbildung. Je früher junge Menschen lernen, mit Geld umzugehen, desto besser.
Mit 18 fängt das Leben an. Es sollte nicht mit Schulden anfangen.

